Wertstoffhof Schwarzenbach a.Wald
Gewerbegebiet Altes Gericht
Nordstr. 22
95131 Schwarzenbach a.Wald
Öffnungszeiten
Freitag: 9.00-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr
Samstag: 8.00-12.00 Uhr
Neuerlass der Abfallwirtschaftssatzung – Änderungen beim Bioabfall ab 1. Januar 2026
Der Hofer Stadtrat und der Kreistag des Landkreises Hof haben in ihren jüngsten Sitzungen den Neuerlass der Abfallwirtschaftssatzung sowie der Gebührensatzung für die öffentliche Abfallentsorgung beschlossen.
Hintergrund ist die 2022 verabschiedete Novelle der Bioabfallverordnung (BioAbfV), deren wesentliche Regelungen am 1. Mai 2025 in Kraft getreten sind.
Die novellierte Verordnung legt deutlich strengere Anforderungen an die Qualität des gesammelten Bioabfalls fest. Künftig darf der Fremdstoffanteil im Bioabfall nur noch maximal drei Prozent betragen. Besonders im Fokus stehen Kunststoffe, für die ebenfalls klare Grenzwerte gelten. Ziel ist es, Belastungen für Böden und Umwelt weiter zu reduzieren.
Obwohl bestimmte kompostierbare oder sogenannte biobasierte Beutel formal zugelassen sind, verursachen sie in der Praxis erhebliche Probleme. Sie zersetzen sich in der kurzen Verweildauer der Vergärungsanlage nicht vollständig, sind optisch kaum von herkömmlichen Kunststoffbeuteln zu unterscheiden und können andere Nutzerinnen und Nutzer dazu verleiten, fälschlicherweise Plastiktüten mit in die Biotonne zu geben.
Um eine möglichst sortenreine Bioabfallsammlung sicherzustellen, haben sich der Abfallzweckverband Stadt und Landkreis Hof, die Stadt Hof und der Landkreis Hof auf ein einheitliches Vorgehen verständigt.
Was sich ab 1. Januar 2026 ändert
Konkret bedeutet das: Biologisch abbaubare Beutel und alle Biokunststoffe – unabhängig von Zertifizierung oder Kennzeichnung – dürfen ab 1. Januar 2026 nicht mehr in der Bioabfalltonne entsorgt werden. Dazu zählen alle kompostierbaren oder biobasierten Kunststoffe – unabhängig von Zertifizierung oder Kennzeichnung.Zulässig sind ausschließlich Papiertüten oder lose eingebrachte Bioabfälle.
Dem AZV sowie Stadt und Landkreis Hof ist bewusst, dass sich diese Änderung zunächst einspielen muss. Daher werden fehlbefüllte Bioabfalltonnen in der Anfangsphase nur in deutlich erkennbaren Ausnahmefällen ungeleert bleiben. Dies stellt jedoch keine Übergangserlaubnis für die Nutzung kompostierbarer Beutel dar. Die Übergangszeit soll vielmehr dazu dienen, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich an die neue Vorgabe anzupassen.
Abfallzweckverband Hof:
Sammlung von Speisefett/-öl mit Tauscheimersystem "Öli"
Speisefette und –öle konnten schon bisher am Wertstoffhof Hof abgegeben werden. Zusammen mit dem Entsorgungspartner Fa. Berndt GmbH ist die Sammlung seit April 2021 neu organisiert. Die Annahme von Speisefett und -ölen bei der mobilen Problemabfallsammlung bleibt dabei unberührt.
Bürgerinnen und Bürger können sich kostenfrei einen „Öli“ (3-Liter-Kunststoffeimer) am Wertstoffhof Hof (Am Silberberg 1a, 95030 Hof) mitnehmen und zuhause mit Speisefett und –öl, auch vermischt, befüllen. Bei Abgabe eines vollen „Ölis“, derzeit nur am Wertstoffhof in Hof möglich, erhält der Anlieferer im Tausch einen Leeren. Der Tauscheimer wird gereinigt und wieder in Umlauf gebracht.
Alternativ können Speisefette und –öle in eigenen geschlossenen Kunststoffgefäßen am Wertstoffhof Hof abgegeben werden. Diese verbleiben an der Annahmestelle. Glas- und Metallgefäße werden nicht angenommen.
Angenommen werden gebrauchte Frittierfette u. Bratfette/-öle, Öle von eingelegten Speisen, Butter/Margarine/Schmalz und verdorbene u. abgelaufene Speiseöle /-fette.
Nicht in den „Öli“ gehören Mineral-, Motor- und Schmieröle, Körperpflegeöle, andere Flüssigkeiten u. Chemikalien, Mayonnaisen/Saucen/Dressings, Ölfarben, ätherische Öle, chemische Öle und sonstige Abfälle.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit Speisefette und -öle im Rahmen der mobilen Problemabfallsammlung abzugeben. Die Anlierferung soll hierbei in Sammelgefäßen aus Kunststoff erfolgen.
Für Speisefette ist die Entsorgung auch über die Biotonne möglich. Das Fett, ohne Gefäß, bitte ausreichend in z.B. Zeitungspapier einschlagen.
Die Speisefette/-öle werden von der Fa. Berndt GmbH (www.oeli-thueringen.de) aufbereitet und von Störstoffen befreit und soweit möglich als Biokraftstoff eingesetzt. Dies stellt eine gute Alternative zum Palmöl in der Biodieselherstellung dar.
Weitere Informationen zum Öli-Sammelsystem finden sich unter www.azv-hof.de oder www.altspeisefett-entsorgung.de. Für weitere Fragen steht die Abfallberatung unter Tel. 09281/725995 zur Verfügung.



