März 2018

Vision einer Waldbauernschule

Schwarzenbach a.Wald – Vertreter der Stadt, des Landratsamtes,dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Privatwirtschaft hatten sich an der Waldbauernschule (WBS) in Kelheim in Niederbayern über deren Strukturen und Angebote informiert. Peter Hummel, Schulleiter der bayerischen Bildungseinrichtung, erläuterte gemeinsam mit Johann Koch, dem Geschäftsführer des Trägervereins, die Historie der WBS, die konkreten Abläufe vor Ort.

Landrat Dr. Oliver Bär unterstrich, dass vergleichbare Weiterbildungskurse für Waldbesitzer und Forstunternehmer auch in Franken angeboten werden sollten. Eine regionale Verankerung sei wichtig, um die Menschen zu erreichen und fachlichen Anforderungen bei der Fortbildung sowie zukünftigen Herausforderungen beim Waldumbau gerecht zu werden.

Forstamtsleiter Thomas Krämer und sein Kollege Thomas Baumann unterstützen diese Argumentation und warben für einen dezentralen Ansatz. Bürgermeister Reiner Feulner präsentierte die vielfältigen Aktivitäten und Engagements der Stadt Schwarzenbach a.Wald im Holz- und Forstsektor und verwies auf bestehende Strukturen, wie das Holzforum, den Frankenwaldtag, den Zukunftswald und die geplante 1. Oberfränkische Waldarbeitermeisterschaft 2019. Ralf Kremer stellte aus Sicht der Forstunternehmer den Qualifizierungsbedarf dar, insbesondere im Hinblick auf Zertifizierungen und Arbeitssicherheitsaspekte.

Die Delegation aus dem Frankenwald lobte die Arbeit und Bildungsmöglichkeiten der Waldbauernschule Kelheim, signalisierte gleichzeitig Interesse an einer aktiven Zusammenarbeit, um forstwirtschaftliche Bildung in der Fläche zu stärken.

Die Bayerische Waldbauernschule (WBS) wurde 1937 als Lehrstätte für den Privat- und Körperschaftswald gegründet. Sie dient als Bildungs- und Schulungszentrum und wird in enger Kooperation zwischen der Bayerischen Forstverwaltung und dem Verein Bayerische Waldbauernschule e. V. betrieben. Die Schule verfügt über großzügige Gebäude mit Lehrsälen, Schulungs- und Arbeitsräumen, Internat und eigener Gastronomie. Die Werkräume bieten Schulungs- und Übungsplätze mit modernstem Maschinen-, Geräte- und Werkzeugbestand. Rund 600 Hektar Schulwald in unmittelbarer Nähe ermöglichen praktischen Anschauungsunterricht und eröffnen umfangreiche Übungsmöglichkeiten. Das fachlich und pädagogisch erfahrene Lehrpersonal setzt sich aus Förstern und Forstwirtschaftsmeistern zusammen.Die Bayerische Waldbauernschule bietet praxisorientierte Kurse zu verschiedensten Themen rund um den Wald an. Des Weiteren können Seiteneinsteiger/-innen im Beruf Forstwirt/-in an der Bayerischen Waldbauernschule sowohl an den Vorbereitungskursen teilnehmen, als auch die Zwischen- und Abschlussprüfung ablegen. Darüber hinaus ist die Bayerische Waldbauernschule der einzige Prüfungsstandort in Bayern für die

Falknerprüfung und einer von sechzehn Prüfungsstandorten für die Jägerprüfung.

Auf dem Gruppenbild von links: Werner Peetz (Stadt Schwarzenbach a.Wald), Thomas Baumann (AELF Kulmbach), Ralf Kremer (Forstunternehmer), Christian Rank (Landratsamt Hof), Peter Hummel (Schulleiter WBS Kelheim), Reiner Feulner (Bürgermeister Schwarzenbach a.Wald), Thomas Krämer (Forstamtsleiter AELF Münchberg), Dr. Oliver Bär (Landrat Landkreis Hof), Johann Koch (Geschäftsführer Trägerverein WBS), Urban Treutlein (Referatsleiter Staatsministerium StMELF)

Februar 2019

Gerüstet für Winter und Sommer

Schwarzenbach a.Wald -  Die Stadt hat  eine neues Loipenspur- und Wegepflegegerät angeschafft. Der bisher eingesetzte Motorschlitten war verschlissen und aufgrund des technischen Fortschritts durch ein ATV der Marke Polaris ersetzt, das auch im Sommer genutzt werden kann. Das Fahrzeug fährt auf Rädern und wird bei Schneelage auf Raupenketten umgerüstet, der Fahrer ist durch ein Fahrerhaus geschützt. Das Zubehör besteht aus Spurgerät, Walze und Mulchgerät, so dass es für die Pflege der Loipen, Wanderwege, Mountainbike- und Nordic-Walking-Strecken eingesetzt werden kann.

Bürgermeister Reiner Feulner  übernahm das Fahrzeug von Geschäftsführer Detlef Jung, Autohaus Lobenstein. Die verantwortlichen Fahrer Werner Bayer, Jürgen Wunner und Daniel Zelnhefer sowie Kfz-Mechaniker Jörg Krapp vom Bauhof bekamen eine genaue Einweisung.

„Wir haben eine staatliche Förderung nach der Richtline zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen (RÖFE) bekommen, so dass wir zum Anschaffungsreis von 45.000 Euro einen Zuschuss von 70 Prozent erhalten“ erwähnt das Stadtoberhaupt.

November 2018

2,2 Millionen Euro zur Schuldentilgung

Einen ungewöhnlich hohen Bescheid über Stabilisierungshilfe konnte Bürgermeister Reiner Feulner aus der Hand von Finanzminister Albert Füracker entgegennehmen.

Schwarzenbach a.Wald hat im Landkreisvergleich eine relativ hohe Pro-Kopf-Verschuldung. Auch der Bevölkerungsrückgang hat darauf negativen Einfluss.

Es ist aber dem Stadtrat und der Stadtverwaltung seit Jahren ein Anliegen durch erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und dem Stadtbild Schwarzenbach a.Wald zukunftsfähig und lebenswert zu erhalten und andererseits die Haushaltskonsolidierung durchzuführen.

Das gelingt durch konsequente Nutzung von staatlichen Förderprogrammen und der erfolgreichen Beantragung von Stabilisierungshilfen zur Schuldentilgung. Natürlich bedeutet das Haushaltskonsolidierungskonzept auch manche unangenehme Auswirkung (Einschränkung der freiwilligen Leistungen und Abgabenerhöhung).

Aber es lohnt sich!