Stadt Schwarzenbach a.Wald

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Revitalisierung ERBA-Gelände

Revitalisierung ERBA-Gelände und
Einweihung REHAU-Gebäude

Powerpointpräsentation über den zeitlichen Fortschritt der Revatilisierungsmaßnahme und der schlußendlichen Einweihung am 03.07.2015

 

Pressemitteilung der REHAU AG

ENDE 2014 NIMMT REHAU                                        NEUEN PRODUKTIONSSTANDORT IN BETRIEB

Auf dem ehemaligen Webereigelände in Schwarzenbach/Wald hält wieder Leben Einzug: Ab Ende 2014, so der Plan, wird der Polymerspezialist REHAU die umfassend modernisierten Hallen auf dem Erba-Gelände als Produktions-, Montage- und Logistikstätte für sein Geschäftsfeld Automotive nutzen. Dafür wird das Unternehmen bis Ende 2015 die Fertigungsstrecken von seinem bisherigen, rund sechs Kilometer entfernten Produktionsstandort Marlesreuth verlagern. Dort werden künftig noch der Formenbau und die Verfahrenstechnik untergebracht sein.

 

Schwarzenbach a.Wald. – Mit dem geplanten Produktionsstandortwechsel ziehen 25 Mitarbeiter Ende 2014 an ihre neuen Arbeitsplätze nach Schwarzenbach/Wald um. Sie sind aktuell in einer vorübergehend angemieteten Lagerhalle in Nordhalben tätig – einem aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse zwischenzeitlich notwendig gewordenen Ausweichstandort. 110 Mitarbeiter aus dem Werk Marlesreuth kommen im Laufe des Jahres 2015 hinzu. Rund 30 Mitarbeiter bleiben auch weiterhin in Marlesreuth für REHAU tätig. Hier werden die freigewordenen Hallenflächen künftig der dort ansässigen Verfahrenstechnik und dem Formenbau zur Verfügung stehen.

„Der Umzug nach Schwarzenbach ist notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und die Arbeitsplätze in der Region zu halten. Ein Wachstum ist im derzeitigen Produktionswerk nicht mehr möglich“, sagt Reiner Leifhelm, Mitglied der Automotive Geschäftsleitung bei REHAU. Seit langem seien die Kapazitäten für die Fertigung „mehr als ausgereizt“, weshalb das Unternehmen seine Produktion aktuell auf vier Gebäude an drei Standorten verteilt habe. Unter anderem sei Ende 2012 die Anmietung eines Außenlagers im gut 25 Kilometer entfernten Nordhalben notwendig geworden. Das alte Webereigebäude in Schwarzenbach/Wald nutze man als Lagerstätte bereits seit 2003. Langfristig sei das keine Perspektive gewesen. „Deshalb freuen wir uns, im Einvernehmen mit der Kommune und der Politik in Schwarzenbach/Wald Ende 2014 ein neues Werk in Betrieb nehmen zu können, das in unmittelbarer Nähe des bisherigen Werks eine adäquate Lösung für unseren Platzbedarf bietet. Damit können die Arbeitsplätze erhalten bleiben“, betont Leifhelm weiter.

In dem Gebäude in Schwarzenbach, das REHAU zur Miete nutzen wird, stehen gut 10.000 Quadratmeter unter einem Dach zur Verfügung. „Das wird sich spürbar positiv auf unsere Fertigungsprozesse auswirken“, weiß auch Peter Tremmel, der Werkleiter. „Wir können unsere Prozessschritte von der Fertigung über die Konfektion bis hin zur Logistik weiter optimieren und effizienter handeln“, so Tremmel weiter. „Das ist wichtig für uns als Unternehmen, aber vor allem auch für unsere Mitarbeiter, die künftig noch enger zusammen und besser aufeinander abgestimmt arbeiten können. Wir werden uns räumlich verbessern und können Teamwork wieder leben – von Angesicht zu Angesicht, ohne Umwege“, so Tremmel.

In die Medienversorgung, die Gebäudeinfrastruktur, Umzug und Maschinenkapazität wird der Zulieferer, der unter anderem Luftführungen für diverse Modelle namhafter Automobilhersteller am neuen Standort fertigen will, insgesamt rund 5,1 Millionen Euro investieren. Zirka sechs Millionen Euro Investitionssumme sind vom Freistaat Bayern und der Kommune selbst in die Komplettsanierung des Erba-Geländes geflossen.

Schwarzenbachs Bürgermeister Dieter Frank und MdL Alexander König wurden jetzt im Rheniumhaus in Rehau die weiteren Pläne des Unternehmens durch Georg Oswald von der Gruppengeschäftsleitung sowie Reiner Leifhelm und Helmut Ansorge von der Geschäftsleitung Automotive vorgestellt. König resümierte, dass hier die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik beispielhaft sei, um qualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu halten. Das Förderprogramm der Staatsregierung zahle sich aus. Georg Oswald bedankte sich für die gute Kooperation mit der Stadt, die die Investition jetzt seitens REHAU ermöglicht habe.

Bildtext: Gelungene Zusammenarbeit zwischen Industrie und Kommune. Über die weiteren Pläne für das Erba-Gelände tauschten sich aus (von links): Helmut Ansorge, Geschäftsleitung REHAU Automotive, Werkleiter Peter Tremmel, Bürgermeister Dieter Frank, Landtagsabgeordneter Alexander König, Georg Oswald von der REHAU Gruppengeschäftsleitung und Reiner Leifhelm von der Geschäftsleitung Automotive.

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art für Schwarzenbach a.Wald und Umgebung

  • Die Sanierung und Revitalisierung der Industriebrache ERBA kann nun beginnen

  • Der Mietvertrag mit REHAU ist unterschrieben

  • Der Förderbescheid der Regierung von Oberfranken liegt vor

Es war ein langer und steiniger Weg bis zum 10. Dezember 2012 als Erster Bürgermeister Dieter Frank von Herrn Regierungspräsidenten Wilhelm Wenning den Förderbescheid über 3,5 Millionen Euro erhielt.

Bei den Besprechungen bei der Regierung von Oberfranken wurde schnell klar, dass das Problem Industriebrache ERBA mit den klassischen Städtebauförderungsprogrammen nicht gelöst werden konnte. Dank der Unterstützung durch Herrn Landtagsabgeordneten Alexander König konnte das Problem dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann vor Ort in Schwarzenbach a.Wald gezeigt und erläutert werden. Beide sagten Hilfe zu und hielten sich auch an ihr Versprechen. Gemeinsam mit der Städtebauförderungsabteilung bei der Regierung von Oberfranken und der Obersten Baubehörde wurde ein Sonderprogramm entwickelt und die notwendigen Haushaltsmittel durch den Landtag bereitgestellt.

Parallel dazu musste neben den Altlastenuntersuchungen auch eine bauliche Lösung, mit der das Ingenieurbüro Unglaub-Sachs-Seuss beauftragt wurde, erarbeitet werden. Besonders ist hier zu erwähnen, dass die (neue) Zufahrt zum Gelände weiterhin über die Walter-Münch-Straße (Staatsstraße) erfolgt, aber die Halle künftig von Norden aus erschlossen wird. Ein wichtiger Beteiligter ist der künftige Nutzer, die Fa. REHAU. In intensiven Verhandlungen wurden die Planung und der Mietvertrag unter Wahrung der Interessen der Stadt Schwarzenbach a.Wald und der REHAU abgestimmt. Der erst vor wenigen Tagen unterschriebene Mietvertrag sieht vor, dass REHAU die sanierte Werkhalle und zwei Geschosse des Hochbaus mit einer Gesamtnutzfläche von 9.600 m² langfristig als Produktions-, Montage- und Lagerhalle mietet. Der Wiedereinzug ist für Oktober 2014 geplant.

Die Gesamtbruttoinvestition für die Sanierung ist mit rd. 6,8 Millionen Euro veranschlagt und bedeutet für die Stadt Schwarzenbach a.Wald einen enormen finanziellen Kraftakt. Hinzu kommen noch erhebliche Investitionen welche von REHAU selbst in die Ausstattung vorgenommen werden. Auch die Kosten für den Rückbau des Maschinenhauses sind noch nicht enthalten. Der Stadtrat der Stadt Schwarzenbach a.Wald hat bei den Entscheidungen über die verschiedenen Verfahrensschritte stets einstimmig beschlossen.

Erster Bürgermeister Dieter Frank ist glücklich und dankbar, dass nun dringend notwendige Arbeitsplätze erhalten, bzw. neue geschaffen werden können und auch der zwischenzeitlich eingetretene städtebauliche Missstand bald der Vergangenheit angehören wird.

Auf dem Luftbild aus dem Jahr 2011 ist die beachtliche Größe der ERBA zu erkennen. Die drei weißen Striche vor der Halle sind 40-Tonner-Sattelzüge. Das Grundstück hat eine Fläche von 5 ha und die Werkhalle samt Hochbau eine Grundfläche von 10.500 m² (rd. 150 Meter Länge und 70 Meter Tiefe). Nicht davon betroffen ist der neuere Teil der Halle (auf dem Bild rechts zu sehen), welcher seit einigen Jahren der Textilfabrik Alfred Tenzler GmbH gehört. Oben sind das Maschinenhaus und der vor wenigen Jahren aus Sicherheitsgründen gesprengte Schornstein zu sehen.


Pressemitteilung


Nr.: 110/12 vom 10.12.2012

Bayerisches Städtebauförderungsprogramm;
Millionenschweres Weihnachtspräsent für die Stadt Schwarzenbach a. Wald:
Die Sanierung der ERBA-Industriebrache kann beginnen

Die Stadt Schwarzenbach a. Wald kann sich über ein besonderes Weihnachtsgeschenk freuen: Regierungspräsident Wilhelm Wenning überreichte heute Bürgermeister Dieter Frank einen Förderbescheid über 3,5 Millionen Euro für die Sanierung der ehemaligen Weberei ERBA. Die Mittel stammen aus dem Sonderförderprogramm des Freistaats zur "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen". Bezuschusst werden 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten von 4,3 Millionen Euro. Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt von zwei Millionen Euro geht es um eine Investition von rund 5,5 Millionen Euro.

"Die Revitalisierung des ERBA-Geländes in Schwarzenbach ist ein Schlüsselprojekt und gibt einen wichtigen Impuls für die positive Entwicklung in der Stadt Schwarzenbach a. Wald und darüber hinaus", stellt der Regierungspräsident fest. "Hier wird eine innerstädtische Industriebrache wieder zum Leben erweckt. Der Mietvertrag mit der Firma Rehau, die das Gebäude nach Fertigstellung nutzen wird, konnte erfreulicherweise Ende November abgeschlossen werden. Mit den um- und ausgebauten Produktions- und Lagerhallen werden bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Zugleich wird ein ökologischer Beitrag zum Flächensparen geleistet, indem Flächenverbrauch vermieden und eine kompakte Ortsentwicklung gefördert wird ", so Wenning.

"Gerade in den ehemaligen Industrieregionen in Oberfranken wird der Strukturwandel an vielen brach liegenden Industriearealen besonders deutlich sichtbar. Mit den richtigen Rahmenbedingungen bieten sie heute hervorragende Entwicklungschancen für ortsansässiges Gewerbe, soziale Infrastruktur und Kultureinrichtungen. So sind durch zahlreiche kleinere Revitalisierungen in den letzten zehn Jahren bereits neue Arbeitsplätze entstanden. Nun sind die größten Brocken an der Reihe - Maßnahmen, die eine große finanzielle Belastung der Kommunen darstellen und von diesen alleine nicht geschultert werden können. Zusammen mit den allgemeinen demografischen Wandel sind dies große gesellschaftliche Herausforderungen für uns alle, die besonderen Einsatz und neue Ideen fordern. Dazu zählt vor allem auch das durch unsere Initiative entstandene bayerische Sonderprogramm für die "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen", das bei der Aufstellung des Nachtragshaushalts 2012 vom Bayerischen Landtag beschlossen wurde."

Weitere Infos siehe auch Pressemitteilung Nr. 71/2012 vom 20.08.2012.

Bei der Übergabe des Förderbescheids über 3,5 Millionen Euro. Von rechts Abteilungsdirektorin Marion Resch-Heckel, Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Bürgermeister Dieter Frank, Landrat Bernd Hering, Geschäftsleiter Reiner Feulner

 

     Presseinformation




REHAU bezieht ERBA-AreaL 2014
Mietverträge für ehemaliges Webereigelände unterzeichnet


REHAU hat die Mietverträge für das ehemalige Webereigelände in Schwarzenbach am Wald unterzeichnet: Ab Ende 2014 wird das unter anderem für die Automobilindustrie tätige Unternehmen das Erba-Areal als Produktions-, Montage- und Lagerhalle zu nutzen. Aufgrund der aktuellen, umfassenden Modernisierungsarbeiten an den einstigen Webereihallen nutzt REHAU derzeit vorübergehend Lagerflächen und Dienstleistungen der Spedition Leupold in Nordhalben, um einen reibungslosen Versand der Bauteile zu gewährleisten.

„Die intensive Zusammenarbeit von Politik, Kommune und Industrie hat sich ausgezahlt“, so Niklas Braun, Leiter Geschäftsfeld REHAU Automotive und Mitglied der Gruppengeschäftsleitung. „Uns war wichtig, dass wir in unmittelbarer Nähe zu unserem Werk in Marlesreuth eine adäquate Lösung vorfinden und die Arbeitsplätze in Schwarzenbach am Wald erhalten können“, betont Braun. „Mit den neu renovierten Räumlichkeiten gewinnen wir moderne und langfristig nutzbare Industrieflächen mit guter Verkehrsanbindung, um in der Region langfristig weiter zu wachsen.“

REHAU stellt in seinem Werk in Marlesreuth unter anderem Luftführungen für die Automobilindustrie her. Da auf dem firmeneigenen Gelände des Polymerspezialisten nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, um kleinere Montagetätigkeiten durchzuführen und die Bauteile bis zur Auslieferung an den Kunden sicher zu lagern, nutzt REHAU seit 2003 das rund sechs Kilometer entfernt gelegene, ehemalige Webereigelände Erba. Durch die Förderzusage des bayerischen Innenministeriums können die Baumaßnahmen für die nötige Sanierung und Umgestaltung des Erba-Geländes nun in Gange gesetzt werden: Die Bewilligung des Sonderförderprogramms zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen in Bayern kommt der Stadt in Schwarzenbach am Wald zugute um das Projekt umzusetzen.

Bei der Vertragsunterzeichnung in Rehau (von links): Dieter Frank, Erster Bürgermeister von Schwarzenbach am Wald, Niklas Braun, Leiter Geschäftsfeld REHAU Automotive und Mitglied der Gruppengeschäftsleitung, Jobst Wagner, Präsident der REHAU Gruppe, Alexander König, MdL, sowie Friedrich Gräßel, Vorsitzender der REHAU Geschäftsleitung Zentraleuropa


Als Premiummarke für polymerbasierte Lösungen ist REHAU in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie international führend. Branchenspezifisches Know-how aus den drei Geschäftsfeldern vernetzt der Polymerspezialist konsequent, um auf Produkt-, Beratungs- und Service-Ebene mit Innovationen und ausgereiften Systemangeboten seine weltweit führende Position zu stärken. Rund 17.000 Mitarbeiter rund um den Globus erzielen für REHAU Wachstum und Erfolg. An mehr als 170 Standorten ist das unab-
hängige Familienunternehmen immer in direkter Nähe zum Markt und zum Kunden.


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