Stadt Schwarzenbach a.Wald

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Markthistorie

Der Bartholomäus-Markt – ein Traditionsmarkt

Die Geschichte erzählt, dass der heilige Bartholomäus als Apostel in vielen Ländern – unter anderem in Indien – gepredigt habe und als Märtyrer gestorben sein soll. Einige Tage vor seinen Predigten versammelten sich bereits zahlreiche Menschen, die ihm lauschen wollten und schliefen oft mehrere Nächte lang im Freien. Clevere Händler verkauften den Menschenansammlungen ihre Waren, womit Märkte entstanden, die auch später „Bartholomäus-Markt“ hießen.

Diese überlieferte Verbindung zwischen Kirche und Markt soll in gewissem Sinn auch in Schwarzenbach a.Wald zur Entstehung des Bartholomäus-Marktes geführt haben. Wir blicken zurück auf die Jahre 1782 - 1784 als in Schwarzenbach a.Wald die erste Kirche erbaut worden ist, die das bestehende Kirchlein am Friedhof ersetzen sollte. Als im Jahre 1820 dieser Neubau mit dem Anbau eines Turmes vollendet worden war, berichten die Erzählungen, dass das Gotteshaus am Namenstag des Sankt Bartholomäus geweiht worden sein soll. Dieses Fest wurde mit der sogenannten Kirchweih gefeiert und von einem Markt begleitet. Bei dem jetzigen Bartholomäus-Markt hat es sich somit in früheren Zeiten um den ursprünglichen Kirchweih-Markt in Schwarzenbach a.Wald gehandelt.

Nachdem beim großen Brand in Schwarzenbach a.Wald am 08.08.1859 auch die Kirche ein Raub der Flammen geworden war, wurde in den folgenden Jahren ein neues Kirchengebäude errichtet und im Oktober 1865 geweiht. Dies hatte zur Folge, dass der ursprüngliche Kirchweih-Markt somit auf den Oktober verlegt worden ist und der bisherige Markttag als Bartholomäus-Markt beibehalten wurde. In städtischen Archivunterlagen aus den Jahren 1864/65 findet sich erstmals die Bezeichnung „Bartholomäus-Markt".