Stadt Schwarzenbach a.Wald

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Kohlenmeiler

Die Kohlstätte wurde eingeweiht

Nach einigen Umbauarbeiten an der Kohlstätte in der Thiemitz, die einst Emil Reuther betrieb, gab es am 19. September 2015 eine offizielle Eiweihung mit der Entfachnung eines Meilers durch den Hauptvorsitzenden des Frankenwaldvereins, Dieter Frank.

Dort können sich Besucher an den großen Infotafeln am Parkplatz informieren.

 

Sanierung der Kohlestätte:

Renovierung der Köhlerhütte

Erneuerung des Meilerplatzes

Drainage und Befestigung des Vorplatzes

Schaffung von Lagerräumen für Werkzeuge, Holz und Holzkohle

Errichtung einer Toilettenanlage

Einrichtung von Strom- und Wasserversorgung und Erstellung von Infotafeln

  

 

 

 

Köhlerei im Thiemitztal

Mehrmals im Jahr raucht im Thiemitztal der Kohlenmeiler. Hier wird in einem jahrhundertealten Verfahren noch natürliche Holzkohle hergestellt.

Einheimischen und Gästen wird hautnah kulturelles Erbe der Region vorgeführt, bei dem man die komplexen Zusammenhänge zwischen Natur, Kultur und Zivilisation kennenlernt.

Außerdem soll damit die Köhlerei als fester Bestandteil der früheren Waldnutzung, als ausgefeiltes Handwerk und als leistungsfähiges Energieversorgungsunternehmen vergangener Zeiten erkannt werden.

Seit Mai 2010 hat der Frankenwaldverein die wichtige Aufgabe der Traditions- und Heimatpflege übernommen.

 

 

 

Geschichtliches vom Kohlenmeiler

Im Frankenwald gab es wohl über viele Jahrhunderte bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts hinein Hunderte von Kohlstätten, die  stets dann genutzt wurden, wenn in der Nähe Holz geschlagen wurde  und „Kohlholz“ (Äste, Gipfelholz, Abfallholz, Stöcke) zur Verfügung stand. Das konnte auch Wind- oder Schneebruchholz sein.

Die Kohlstätten lagen durchaus auch Jahre- oder jahrzehntelang unberührt im Wald, wenn es dort kein „Kohlenbrennen“ gab. Die Köhler wanderten in der Regel früher von einer Arbeitsstätte – das heißt von einer Kohlstäte zu anderen. Man zog in den Wäldern umher und begab sich dahin, zu der Kohlstatt, wo gerade Holz verkohlt wurde. („Wanderköhlerei“). Es gab aber auch immer wieder sogenannte „Winkelköhlereien“ im Frankenwald. Auf diesen wurde im Verborgenen irgendwo – meist auf privatem Grund und verbotenerweise – gefreveltes Holz verkohlt und dann häufig ins Reußische verschoben.

Holzkohle (vor ca. 1850 bei uns immer als Kohle bezeichnet) war bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts unverzichtbar – in all unseren Schmieden, Erzschmelzen, Hochöfen und Hammerwerken, denn nur mit ihr konnte man bei uns früher die hohen Temperaturen erzeugen, die in diesen Arbeitsstätten und Werken benötigt wurde.

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen von Holzkohlestücken in Eisenschlacken, die man im Wolfersgrund bei Griesbach fand, weiß man heute, dass jene Holzkohle rund 1000 Jahre alt ist. Man kann daraus folgern, dass sowohl die Köhlerei als auch Eisen- und Kupferschmelzen bereits vor einem Jahrtausend im Frankenwald betrieben worden sind.

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